Donnerstag, 30. April 2020

"The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" von Lyssa Kay Adams

"Gavin Scott trank selten, und das aus gutem Grund. Er war schlecht darin. Richtig schlecht."*

Inhalt

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!
Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen …
Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

Meine Meinung

"The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" erzählt die Geschichte von Thea und Gavin, deren Ehe kurz vor dem Aus steht. Denn: Thea möchte die Scheidung und hat Gavin rausgeworfen. Gavin ist verzweifelt, denn Tessa ist die Liebe seines Lebens und er möchte sie auf keinen Fall verlieren. Als ihm einer seiner Freunde ein verlockendes Ergebnis macht, kann er nicht nein sagen, denn Gavin würde alles tun, um Thea zurückzugewinnen. Als ihm der Freund eröffnet, dass es um einen geheimen Buchclub geht, wo Männer sich regelmäßig treffen um Liebesromane zu lesen. Das tun sie auch aus gutem Grund, da die Romane ihnen helfen sollen ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin zweifelt, dass ihm irgendein Roman dabei hilft Thea zu überzeugen, denn dafür steht definitiv zu viel auf dem Spiel. Doch dann scheint die Schnulze doch zu helfen: er darf unter Vorbehalt wieder zurück zu Thea ziehen, aber sie stellt Bedingungen. Diese scheinen vorerst sein Vorhaben unmöglich zu machen, doch Gavin findet seinen Weg und Thea ahnt nicht, was auf sie zukommt ...

Vorneweg: ich habe den Klappentext gesehen und wurde sofort neugierig. Denn die Idee von einem Buchclub, in dem Männer Liebesromane lesen klingt verlockend und wirkt dem Stereotyp der eindeutig weiblichen Liebesroman-Leserin entgegen. Das rosa Cover lässt zwar etwas anderes vermuten, aber man liest die Geschichte überwiegend aus Gavins Sicht und an dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Bücher keine Geschlechter vertreten. Jede*r darf und sollte alles lesen können, was er/sie/es möchte. 
Die Umsetzung der Geschichte ist auch sehr gelungen. Natürlich ahnt man bereits wie es ausgeht und das ist auch völlig in Ordnung, denn es kommt bei dieser Art Bücher eher auf den Weg dorthin an. Dieser war hier sehr originelle und hat hier und da auch unerwartete Wendungen genommen. Man hatte realistische Szenarien geboten und hat auch das Gefühl vermittelt bekommen, dass egal ist welches Geschlecht die Person hat, die einen Liebesroman liest. Das fand ich sehr gut.
Nun zu den Charakteren. Ich fange mal mit den Charakteren, die mir ans Herz gewachsen sind. Zum einen waren da Gavin und seine Freunde und natürlich Gavins Töchter Ava und Amelia. Gavin hatte Charme, aber auch seine Fehler, was ihn sehr menschlich gemacht hat. Als Leser*in kann man sehr gut mit ihm sympathisieren, aber dann stellt man sich doch die Frage, was mit ihm denn nicht stimmt. Denn einige Aktionen hätten nicht wirklich sein müssen. So, nun zu Thea und ihrer Schwester Liv. Ich fange mal bei Liv an: diese war mir durchgehend unsympathisch. Anstatt ihre Schwester in Entscheidungen zu bestärken hat diese vor allem gehetzt und ein pseudofeministisches Bild vermittelt. Grundsätzlich hat das Buch in meinen Augen ein falsches Bild von Feminismus vermittelt. Es ging vor allem darum, dass Frauen Männer hassen und das ist definitiv NICHT Feminismus. Denn beim Feminismus geht es um die Gleichberechtigung aller Geschlechter und nicht die Unterwerfung eines bestimmten Geschlechts. Auch für Kinder war Liv ein schlechtes Beispiel. An Theas Stelle hätte ich sie von meinen Kindern ferngehalten. Tja, und Thea. Die gute war mir die meiste Zeit wahnsinnig unsympathisch. Vor allem, weil sie einerseits nicht selbst gedacht und auf der anderen Seite von ihrem Mann erwartet, dass er ihr Problem direkt sieht, ohne dass diese es ausgesprochen hat. So funktioniert die Welt da draußen leider nicht, liebe Thea. Klar, sollte dieser Charakterzug ein Bezug auf die Realität sein, da es viele Menschen gibt, die meinen andere könnten ihre Probleme sehen, ohne dass diese benannt wurden. Aber es hat das Lesen einfach nur anstrengend gemacht und ich muss auch sagen, dass sie Gavin nicht verdient hat. Vielleicht ist das jetzt eine unpopular Opinion, aber wieso sollte man plötzlich jemandem glauben, der drei Jahre lang in allen Bereichen etwas vorgespielt hat und sich dann darüber beschwert, dass dies nicht bemerkt wurde?
Das Ende konnte definitiv einiges ändern, weil sich die Charaktere weiter entwickelt haben. Nicht alle, aber dafür gibt es schließlich einen zweiten Teil. Es wirkte alles ein wenig zu perfekt, aber das hat nicht wirklich gestört. Es passte sehr gut zu dieser kitschig angehauchten Geschichte!

Bewertung

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen. Müsste ich runden, würde ich in diesem Fall abrunden, weil es für vier Sterne dann doch etwas zu schwach war.
Eure szebra

Zum Buch

Titel: The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman
Originaltitel: The Bromance Book Club
Autorin: Lyssa Kay Adams
Aus dem Englischen von: Angela Koonen
Verlag: Kyss
Originalverlag: Berkley
Erscheinungstermin: 21. April 2020
Preis: 12.99€ (Klappenbroschur), 4.99€ (eBook
Seiten: 400
Altersempfehlung: ab 15 Jahren

Autorin

Lyssa Kay Adams hat ihren ersten Liebesroman vom Bücherregal ihrer Oma geklaut. Das war in der achten Klasse, und seitdem ist sie ein treuer Fan des Genres. Das merkt man auch ihren eigenen Büchern an. In ihrer Reihe “The Secret Book Club” über Männer, die heimlich Romances lesen, findet man nicht nur hinreißende Liebesgeschichten, sie ist auch eine Hommage an das Genre selbst. Nach zwanzig Jahren als Journalistin schreibt Lyssa Kay Adams inzwischen Vollzeit Romane. Sie lebt in Michigan und tauscht sich in via Twitter, Instagram und Facebook gern mit ihren Lesern aus.

Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

*S.7 aus "The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" von Lyssa Kay Adams; Werbung aufgrund von Markennennung un Verlinkungen

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit der Veröffentlichung deines Kommentars bist du mit der Datenschutzerklärung einverstanden. (https://szebrabooks.blogspot.com/p/datenschutzerklarung.html)