Dienstag, 19. Mai 2020

Systemsprenger [Filmrezension]

Quelle: Google
Zum Film

Titel: Systemsprenger
Originalsprache: Deutsch
Genre: Drama
Dauer: 1h 58min
Regisseurin: Nora Fingscheidt
Erscheinungsdatum: 19. September 2019
Altersfreigabe: FSK 12

Inhalt

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien. (Quelle)
Meine Meinung

Ein Film, der ein sehr wichtiges Thema auf eine ernste und rührende Weise darstellt, die einen nicht so schnell los lässt.
Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich den Film mit Pausen angeschaut habe, da es mir zwischendurch zu viel wurde. Als Zuschauer muss man heftig schlucken, um mit dem Gegebenen klar zu kommen. Man hat Benni, die nur Liebe und Geborgenheit sucht, aber stattdessen hin und her geschoben wird. Wie das letzte Stück von etwas, das niemand haben möchte. Nur hat man es hier mit einem Mensch zu tun. Hinzu kommt noch ihr Trauma, welches dazu führt, dass sie sich nicht ins Gesicht fassen lässt. Das macht die Situation noch auswegloser. Am schlimmsten fand ich die Tatsache, dass es kaum jemanden zu kümmern scheint wie sich das Kind wirklich fühlt und dass wenig bis gar nicht auf die Bedürfnisse eingegangen wir. Der Film bricht einem definitiv das Herz, aber zeigt auch die Makel unserer Gesellschaft.
Helena Zengel hat in ihrem jungen Alter grandiose Arbeit geleistet. Hut ab! Genauso wie die anderen Schauspieler*innen. Sie haben die Stimmung des Filmes sehr gut wiedergegeben und haben die Ausweglosigkeit der Situation sehr gut vermitteln können.
Die Spielereien in der Kinematographie sind wirklich gut und passen perfekt zu der Stimmung des Films. Die Handkamera schafft es dieses realistische Bild zu erzeugen und den Zuschauer direkt am Geschehen teilhaben zu lassen.
Ich bin begeistert und gleichzeitig auch schockiert, denn es bricht mir das Herz zu wissen, dass das Dargestellte für viele Kinder Alltag ist.
Der Film hat die acht Lolas definitiv verdient! Schade ist nur, dass er es nicht auf die Shortlist der Oscars geschafft hat. Aber ich finde es sehr gut, dass dieser Film so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, da es ein wichtiges Thema ist und es eventuell ein Schritt in Richtung Besserung sein könnte!

Bewertung

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und kann euch den Film wirklich weiterempfehlen. Jedoch muss an dieser Stelle auch sagen, dass ihr euch Zeit nehmen müsst den Film zu verarbeiten und auch wirklich in Stimmung sein müsst ihn anzuschauen. Denn es ist definitiv ein Film, auf den man sich einstellen muss.
Eure szebra

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