Donnerstag, 28. November 2019

"Das perfekte Geheimnis" [Filmrezension]

Zum Film

Titel: Das perfekte Geheimnis
Originalsprache: Deutsch
Genre: Komödie
Dauer: 2h
Regisseur: Bora Dagtekin
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2019
Altersfreigabe: FSK 12

Inhalt

Drei Frauen (Karoline Herfurth, Jella Haase, Jessica Schwarz) und vier Männer (Elyas M'Barek, Florian David Fitz, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring): Jeder hat ein Handy, das macht insgesamt sieben Mobiltelefone. Als die Freunde eines Abends zum Essen zusammenkommen, kommt ihnen plötzlich eine Idee. Sie spielen ein Spiel: Jeder legt sein Handy in die Mitte des Tisches und ganz egal, wer nun welche Bilder oder Nachrichten geschickt bekommt, und seien sie noch so kurz - alles muss mit den anderen geteilt werden. Telefonate sind nur über den Lautsprecher erlaubt. Doch was als kurzweiliger Zeitvertreib beginnt, der ein bisschen Spannung in den Abend bringen soll, führt schon bald zu einigen peinlichen und angespannten Situationen voller Überraschungen. Und schon bald droht nicht nur die Stimmung zu kippen, auch die langjährigen Beziehungen stehen durch die Aufdeckung von brisanten Lügen und Geheimnissen auf dem Spiel... (Quelle)


Meine Meinung

Ich muss zugeben, dass mich der Film sehr unterhalten hat, jedoch hatte er neben dem Stärken auch seine Schwächen und neben all den lustigen Szenen waren auch einige Szenen dabei, die das Gegenteil waren. Manche waren sehr grenzwertig und man fragte sich, ob man nun in der Zeit zurückgereist war. Die Höhe war das Publikum im Kinosaal, dass immer noch schallend gelacht hat und ich habe mich gefragt, welche Art von Humor das sein muss bzw. wie unsensibel ein Mensch nur sein kann!
Die Thematik ist durchaus interessant, wenn man bedenkt, dass Smartphones in der heutigen Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen und man sich tatsächlich vorstellen kann, dass es viele Menschen gibt, die Geheimnisse hegen, welche durch einen Blick in ihr Smartphone preisgegeben würden. Die Geheimnisse werden nacheinander in den Raum geworfen und einige meiner Meinung nach viel zu überspitzt dargestellt. Auf einigen Situationen wird auch zu sehr herumgeritten und man denkt sich: "Jetzt reicht es aber!" Jedoch gibt es immer wieder Szenen, bei denen man herzlichst lachen konnte. Stichwort Homophobie: wir leben zwar im Jahr 2019, aber das konnten sich die Filmemacher natürlich nicht lassen. Bis zu einem gewissen Grad wäre es in Ordnung gewesen, aber dieser Grad ist eben sehr schmal und nach Überschreitung war es nur noch unter der Gürtellinie. Das Ende kam etwas abrupt und plötzlich war alles wieder gut, wie es auch sonst in vielen Filmen dieser Art der Fall ist. Dadurch wirkt das ganze auch etwas unrealistisch, aber vielleicht sollte der "Plottwist" am Ende auch zum Nachdenken anregen. Grundsätzlich denke ich, dass man vielleicht auf ein Nachdenken hinauswollte.
Die schauspielerische war tatsächlich eine Sache, die mir durchgehend gefallen hat. Bei manchen mehr, bei anderen weniger, aber Respekt an die Schauspieler.
Die Szenenzusammensetzung war auch sehr interessant gestaltet und spielt auch mit dem Zuschauer. Die Filmemacher hatten definitiv ihren Spaß.
Kleine Anmerkung am Ende: Ich habe im Nachhinein gelesen, dass dieser Film ein Remake eines Italienischen Films war und das gibt dem ganzen einen etwas bitteren Beigeschmack, da Passagen teilweise eins zu eins übernommen wurden. Ein bisschen mehr Kreativität wäre eventuell besser gewesen.
Mein Fazit: man wird gut unterhalten. Es ist ein leichter Film, dennoch machen mir gewisse Szenen immer noch zu schaffen und ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wieso man diese so lustig findet, denn sie sind definitiv daneben. Aber gut war, dass dieser Film sehr schön zeigt, wie selbstsüchtig der Mensch ist und dass nicht alles ist wie es scheint.

Bewertung

Ich gebe dem Film 2,5 von 5 Sternen, wobei der halbe Sterne für Florian David Fitz ist. Ich bin ein Fan von ihm. Aber ansonsten konnte der Film nicht wirklich bei mir punkten.

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