"Zwischen uns tausend Bilder" von Neda Alaei [Blog Tour + Rezension]

"Bei Papa und mir gibt es nur eine Regel. Es gibt sie seit letztem November, seit Mama tot ist, und sie ist ganz einfach: Wenn Papa schreibt, störe ich nicht." 

Mit diesem Bild und den ersten Sätzen aus "Zwischen uns tausend Bilder" von Neda Alaei startet heute bei mir die Blog-Tour zu dem Buch. Bis zum Ende dran bleiben lohnt sich, denn es gibt auch etwas für euch! 
Zum genaueren Inhalt findet ihr später mehr. Aber was ich euch schon einmal sagen kann: in dem Buch fotografiert die Protagonistin ihren Alltag und entwickelt somit eine eigene Perspektive. Wie sie die Welt sieht und diese wahrnimmt. Vor allem fotografiert sie Dinge, die ihr etwas bedeuten. 
Das werden wir im Rahmen der Blog-Tour auch machen. Ich habe mir am Wochenende meine Kamera geschnappt und habe mich auf den Weg gemacht, den Weg fotografisch festzuhalten, den ich sehr gerne spazieren gehe. Ich finde diese Stelle nicht nur wahnsinnig schön, sondern halte ich mich auch gerne das auf, weil die Welt so friedlich ist und ich den Kopf frei bekommen kann. So wie ich den Kopf freibekomme, wenn ich fotografiere. Ich habe versucht für euch ein paar schöne Stellen einzufangen, um euch meine Perspektive zeigen zu können und euch quasi durch die Linse meiner Kamera auf einen meiner Spaziergänge mitgenommen. Eigentlich möchte ich nicht allzu viel zu den Bildern sagen. Lasst sie einfach auf euch wirken, denn das mache ich auch, wenn ich meine Runde drehe. Ich lasse die Umgebung auf mich wirken und dann fühle ich mich als wäre ich in einer anderen Welt. Denn insgeheim nenne ich diesen Weg auch die Märchenwaldschlucht... 













Und was jetzt? Ihr habt jetzt ein paar Bilder gesehen, die Momente aus meinem Alltag widerspiegeln (okay, vielleicht sind manche auch ein wenig gestellt, aber sie spiegeln das Lesen wieder und eventuell auch die Tatsache, dass ich mir gerne Geschichten ausdenke und meine Inspiration aus meinem Umfeld ziehe - nur ein wenig indirekt dargestellt), und jetzt seit ihr gefragt: welches der Bilder fandet ihr am ansprechendsten/schönsten? Oder wie würdet ihr einen Moment aus eurem Alltag in einem Bild festhalten?
Unter allen, die mir eine dieser Frage beantworten, verlose ich ein Exemplar von "Zwischen uns tausend Bilder" von Neda Alaei. Ihr könnt mir die Fragen entweder hier, unter meinem Instagram Post, per E-mail oder aber Instagram Direktnachricht beantworten.
Beachtet aber, dass es auch einige Spielregeln gibt, die beachtet werden müssen. Wer teilnehmen möchte, muss entweder volljährig sein oder aber das Einverständnis der Eltern/Sorgeberechtigten haben. Euer Wohnsitz sollte sich in Deutschland befinden. Zudem solltet ihr bereit sein, dass ich in meiner Instagram Story (und auch hier) euren Namen im Falle eines Gewinnes bekannt gebe und eure Adresse an den Verlag weiterleite, sodass das Buch an euch verschickt werden kann. Wichtig ist: falls ihr hier auf meinem Blog kommentiert, so muss ich eine Möglichkeit haben euch zu kontaktieren. Ansonsten werde ich neu auslosen müssen. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung mit irgendwelchen sozialen Medien etc. und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ach ja, bevor ich es vergesse: das Buch wird im Rahmen der Blog-Tour verlost, die unbezahlt ist. Mitmachen dürft ihr bis zum 9. März 2021 23.59 Uhr

Übrigens geht es morgen bei Gina von zeilenfluch weiter! Schaut auch bei ihrem Beitrag vorbei, denn auch dort wird es Exemplar zu gewinnen geben. Wie es danach weiter geht, habe ich euch unten verlinkt:

Tour-Plan

Montag (08.03.21) - szebrabooks
Dienstag (09.03.21) - zeilenfluch
Mittwoch (10.03.21) - _buechervolltraeume
Donnerstag (11.03.21) - areadingsunflower
Freitag (12.03.21) - medienblogger

Inhalt 

Seit ihre Mutter gestorben ist, muss die 14-jährige Sanna dabei zusehen, wie ihr Vater immer mehr in sich selbst verschwindet. Sanna sucht Trost in der Fotografie. Die Bilder helfen dir, die Welt zu sehen, hat ihre Mutter gesagt. Auch wenn die Welt manchmal hässlich ist und die frühere beste Freundin dem Jungen näher kommt, mit dem Sanna ihre Leidenschaft teilt. Doch genau dadurch findet sie schließlich den Mut, sich der Realität zu stellen und eine eigene Perspektive zu entwickeln.

Meine Meinung

In dem Buch verfolgen wir die Geschichte von Sanna, die mit dem Verlust ihrer Mutter zu kämpfen hat und auch damit, dass ihr Vater immer weiter verschwindet. Auch in der Schule fühlt sich Sanna verloren, denn Mie, ihre frühere beste Freundin hat nun eine neue beste Freundin, und Sanna fühlt sich komplett allein gelassen. Sie verschwindet immer mehr bis Yousef neu in die Klasse kommt. Der Junge, mit dem sie die Leidenschaft zum Fotografieren teilt und durch den sie sich wieder erinnert, was ihre Mutter einst zu ihr gesagt hat. Sanna schöpft neuen Mut und beginnt sich der Realität zu stellen. Und es scheint auch als würde es funktionieren...

Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, dachte ich, dass es die typische Geschichte im Sinne von Typ-rettet-Mädchen-indem-er-sie-aus-ihrem-Loch-rausholt wird, aber man merkt schnell das dem nicht so ist. Klar, Yousef verdreht Sanna schon irgendwie den Kopf, aber darum geht es hier nicht. Im Mittelpunkt steht Sanna und die Fotografie und die Tatsache, wie ihr dieses Hobby hilft aus dem Loch herauszukommen. 
Die Autorin beschreibt die Gefühlswelt von Sanna wahnsinnig gut und man kann sich sehr gut in die Welt des Mädchens hinein versetzen, das ihre Mutter verloren hat, so langsam auch ihren Vater verliert und eigentlich sehr einsam ist. Das Buch ist sehr emotional und es ist als würde man die Dinge, die Sanna erlebt, selbst miterleben. Mich hat das Buch auch sehr traurig gemacht, aber gleichzeitig lässt es einen auch so viel Hoffnung schöpfen und die schönen Seiten des Lebens sehen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Der Aspekt mit den Perspektiven hat mir besonders gut gefallen. Dadurch habe ich mir überlegt wie ich die Welt eigentlich sehe und was mir auffällt, wenn ich durch die Gegend laufe. Die Umgebung wird teilweise so detailreich beschrieben, aber auf der anderen Seite dann wieder nicht, was ich an Büchern übrigens sehr schätze. Wenn genug Details gegeben werden, aber man selbst auch die Möglichkeit hat seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Was ich absolut nicht erwartet hätte: dass das Buch so wahnsinnig in die Tiefe geht und mich so sehr mitreißt. Das war definitiv ein positive Überraschung und hat mir daher auch sehr gut gefallen. Ich habe das Gefühl bekommen, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema Verlust auseinander gesetzt hat. 
Das simple Cover ergänzt die Geschichte und ich finde den Titel auch sehr passend gewählt. Wenn man überlegt wie verschiedene Menschen die Welt wahrnehmen so sind es wirklich tausend Bilder zwischen ihnen.

Bewertung

Von mir bekommt das Buch insgesamt 4 von 5 Sternen und ich kann es euch nur ans Herz legen! Vielleicht mit der Anmerkung, dass man in der Stimmung sein sollte etwas zu lesen, das nicht gerade superfröhlich ist und einen zum Nachdenken anregt.
Eure szebra 

Zum Buch

Titel: Zwischen uns tausend Bilder
Originaltitel: Dette er ikke oss
Autorin: Neda Alaei
Aus dem Norwegischen von: Stefan Pluschkat
Originalverlag: Gyldendal Barn & Ungdom
Erscheinungstermin: 23. Februar 2021
Preis: 14.00€ (HC); 11.99€ (eBook)
Seiten: 224
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Autorin

Neda Alaei, geboren 1991, wuchs in Moss auf und lebt heute in Oslo. Sie ist Absolventin des Norwegischen Kinderbuchinstituts und arbeitet als Sozialarbeiterin. Zwischen uns tausend Bilder ist ihr erster Roman. (Quelle)

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

*S.11 aus "Zwischen uns tausend Bilder" von Neda Alaei; Werbung aufgrund von Markennennung und Verlinkungen

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